Am 06. Juli 2026 wurde die Feuerwehr Felixdorf um 07:41 Uhr zu einem Schadstoffeinsatz in die Ziehrergasse alarmiert. In einem Einfamilienhaus hatte ein Kohlenmonoxidmelder (CO-Melder) im Keller Alarm ausgelöst.
Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurde umgehend ein Atemschutztrupp mit einem Mehrgasmessgerät zur Erkundung in das Gebäude entsandt. Bei den Messungen konnte im Keller eine geringe Konzentration von Kohlenmonoxid festgestellt werden. Aufgrund der gemessenen Werte wurde die Heizungsanlage kontrolliert und vorsorglich außer Betrieb genommen.
Anschließend wurde das gesamte Wohnhaus sowie der Keller mittels natürlicher und technischer Belüftung von den verbliebenen Gasen befreit. Zusätzlich wurde ein Fachbetrieb zur Überprüfung der Heizungsanlage verständigt, um die Ursache für den Austritt des Gases zu ermitteln.
Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden.
Kohlenmonoxid – die unsichtbare Gefahr
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bei einer unvollständigen Verbrennung von Holz, Gas, Öl oder anderen Brennstoffen entsteht. Gerade diese Eigenschaften machen Kohlenmonoxid besonders gefährlich, da es vom Menschen ohne technische Hilfsmittel nicht wahrgenommen werden kann.
Bereits geringe Konzentrationen können zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Benommenheit führen. Bei höheren Konzentrationen kann Kohlenmonoxid innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Das Gas verdrängt den Sauerstofftransport im Blut und verhindert so die ausreichende Versorgung lebenswichtiger Organe.
Die Feuerwehr Felixdorf empfiehlt daher dringend den Einsatz von Kohlenmonoxidmeldern in Wohngebäuden, insbesondere in der Nähe von Heizungsanlagen, Kaminen oder anderen Feuerstätten. Sie können frühzeitig vor einer gefährlichen CO-Konzentration warnen und damit entscheidend dazu beitragen, Menschenleben zu retten.
Weitere Einsatzkräfte:
Rotes Kreuz Sollenau-Felixdorf